Schneeschuhe werden schon seit Jahrtausenden zur Fortbewegung im Tiefschnee genutzt. Schneeschuhwandern hat sich in heutiger Zeit aber auch zu einer beliebten Wintersportart entwickelt, die inmitten winterlicher Stille eine Erkundung einsamer Berglandschaften ermöglicht. In den Alpen finden Schneeschuhwanderer aller Altersklassen schier unendliche Betätigungsmöglichkeiten.

Der österreichische Hintertux Gletscher wird von Schneeschuhwanderern besonders gerne aufgesucht. Der Gletscher ist einer der vier schneesicheren Skiberge, die zum Wintersportgebiet „Ski Zillertal 3000“, der zweitgrößten Skiregion des Zillertals zählen. Das sich zwischen 1.500 und 3.268 Meter erstreckende Wintersportgebiet am vier Kilometer langen und bis zu 120 Meter dicken Gletscher schließt sich an das Tiroler Tuxertal an, welches in das Zillertal einmündet. Eine Besonderheit des 190 Millionen Kubikmeter Eis fassenden und sich jedes Jahr um etwa vierzig Meter fortbewegenden Hintertuxer Gletschers ist sein Schneereichtum, der ganzjährigen Wintersport ermöglicht. Frisch gefallener, weicher Pulverschnee, der „garantiert“ zwischen Oktober und Mai die eindrucksvolle Winterlandschaft bedeckt, bezaubert nicht nur Schneeschuhwanderer, die besonders an stillen und besinnlichen Wintertagen auf ihre Kosten kommen. Zur Erkundung des Gletschers und seiner Umgebung werden auch geführte Schneeschuhwanderungen als nächtlicher „Trappertrail“, als unterhaltsame Schneeschuhtour „FUN“ oder als anspruchsvolle Schneeschuhtour „Sportiv“ angeboten, die „Natur pur“ versprechen.

Ein anderes beliebtes Schneeparadies erstreckt sich nahe der Schweizer Gemeinde Grächen, die sich auf 1.620 Metern Höhe im Mattertal befindet und damit dem südschweizerischen Kanton Wallis angehört. Einheimische Wanderführer geleiten ungeübte oder ortsunkundige Schneeschuhwanderer zu den entlegensten und schönsten Pfaden rund um das auf einer Sonnenterrasse gelegene Grächen, das als niederschlagsärmster Ort der Schweiz gilt. Besonders beliebt ist die Ortschaft auch bei Familien, die im Mattertal gemeinsame Schneeschuhwanderungen unternehmen wollen. Zehn Liftanlagen – darunter eine Gondelbahn, drei Sessellifte und sechs Skilifte – führen Schneeschuhwanderer zu jederzeit schneesicheren Wandergebieten. Aber auch an vielen anderen Orten im Mattertal, dessen tiefster Punkt auf 800 Höhenmetern liegt, während sich der höchste Gipfel bis auf 4.634 Meter erhebt, sind ausgedehnte Schneeschuhwanderungen möglich. Am Südende des Tals liegt der bekannte Ferienort Zermatt unterhalb des 4.478 Meter hohen Matterhorns. Schneeschuhe können vielerorts ausgeliehen werden.